Start Wissen Cradle-to-Cradle im Massivbau: Vorbild Kalksandstein

Cradle-to-Cradle im Massivbau: Vorbild Kalksandstein

kalksandstein-18-02-recycling-rohstoffe

Kalk, Sand und Wasser: Kalksandsteine bestehen aus reinen, natürlichen Rohstoffen. Bild: Kai Nielsen / KS-ORIGINAL GMBH

Zum nachhaltig umweltschonenden Bauen gehören mehrere Faktoren: ökologische Baustoffe und die energetische Gesamtgebäudebilanz ebenso wie ein Nutzungskonzept über den gesamten Lebenszyklus inklusive Rückbau und Recycling. Eine Kalksandstein-Funktionswand mit dem Prinzip der strikten Bauteiltrennung vereint diese Forderungen.

Zum nachhaltig umweltschonenden Bauen gehören mehrere Faktoren: ökologische Baustoffe und die energetische Gesamtgebäudebilanz ebenso wie ein Nutzungskonzept über den gesamten Lebenszyklus inklusive Rückbau und Recycling. Eine Kalksandstein-Funktionswand mit dem Prinzip der strikten Bauteiltrennung – von KS* bereits seit mehr als 60 Jahren umgesetzt – vereint diese Forderungen optimal. Hier hebt sich der weiße Stein von anderen Wandbaustoffen ab: Der natürliche Mauerstein Kalksandstein (KS) entsteht ressourcenschonend und energiearm. Er ist das tragende Gerüst für massive, langlebige Gebäude und sortenrein vollständig in den Wertstoffkreislauf rückführbar. Reststoffe aus der Produktion fließen schon seit vielen Jahren wieder in den Produktionsprozess zurück.

Durch die strikte Trennung der Bauteilschichten ist es möglich, Kalksandstein-Wände sortenrein zu recyceln. Bild: KS-ORIGINAL GMBH

Kalksandstein besteht aus den reinen, natürlichen Grundstoffen Kalk, Sand und Wasser und wird in einem energiearmen Prozess ohne chemische Zusätze regional gefertigt. Dieses Reinheitsgebot ermöglicht die vollständige Recyclierbarkeit des Werkstoffs, der so idealtypisch für ökologisch verantwortungsbewusstes Bauen mit hoher bauphysikalischer Leistungsfähigkeit steht. Hinzu kommen die Aspekte wartungsfrei und langlebig: Der weiße Stein prägt seit mehr als 120 Jahren die Baukultur mit langen, kostengünstigen Nutzungszeiträumen und positiver Umweltbilanz. Steht das KS-Gebäude doch einmal zum Abriss, lässt sich das Mauerwerk einfach dem Recycling zuführen.

Der natürliche Wandbaustoff Kalksandsandstein wird ausschließlich regional hergestellt. Bild: KS-ORIGINAL GMBH

Recycling erfordert Natürlichkeit
Durch die Funktionstrennung Statik – Wärmedämmung – Witterungsschutz können die Bauteilschichten separiert rückgebaut und der Kalksandstein weitergenutzt werden. Als rein mineralischer Bauschutt ist er auch wesentlich kostengünstiger zu entsorgen als beispielsweise schadstoffbelastetes Holz oder Verbundbaustoffe wie mit Dämmstoffen verfüllte Mauersteine. Chemisch behandelte Baustoffe legal zu entsorgen, ist oft noch weitaus aufwändiger. Dagegen kommt recyclierter Kalksandstein unter anderem im Straßenbau oder als Vegetationsbaustoff zum Einsatz – sortenrein sogar als Wertstoff zur Herstellung neuer Steine. Reststoffe, die bei der Produktion im Werk entstehen, fließen schon heute als Zuschlagstoff wieder in die Steinproduktion.

Natürlichkeit ist Zukunft
Die Bedeutung des natürlichen, nachhaltigen Bauens ist längst elementar in modernen Architektur-Konzepten. Mit dem Ziel, die Umwelteinflüsse des Kalksandsteins umfassend unter ganzheitlichen, nachhaltigen Gesichtspunkten wissenschaftlich zu dokumentieren, ist bereits 1994 eine Ökobilanz erstellt worden. Sie belegt die exzellenten Umwelteigenschaften des Kalksandsteins über seinen Lebenszyklus (Rohstoffgewinnung, Produktion, Transport, Nutzung, Rückbau/Recycling). In der Ökobilanz heißt es unter anderem: »Kalksandsteine (…) können als der Natur nachempfundene Mauerwerksteine bezeichnet werden.«

Darüber hinaus gibt es für Kalksandsteine vom Institut Bauen und Umwelt e.V. eine ausführliche Umwelt-Produktdeklaration nach ISO 14025 und EN 15804. Diese ist kostenlos auf der Website des Instituts wie auch unter ks-original.de downloadbar.

Baustoff-Recycling – eine europäische Aufgabe
Baustoff-Recycling heißt, den größten Abfallstrom Europas in wertvolle Produkte zu verwandeln. Europäische Vorgaben verlangen, die Verwertungsquote von Baurestmassen bis 2020 auf 70 Prozent anzuheben. Dabei fordert die »European Quality Association for Recycling« (EQAR), dass hochwertige Recycling-Baustoffe wieder in den Bauprozess einfließen. Von der Europäischen Kommission kommt als rechtliche Vorgabe hinzu, dass durch die Verwertung der Bauabfälle kein Ökotoxitätspotential entsteht. KS* steht zu diesen Zielen, denn Kalksandsteine tragen dazu bei, unsere Umwelt lebenswert zu erhalten. Der Wandbaustoff erfüllt bereits heute die Euro-Ziele für 2020.

»Schnelltest Recyclingfähigkeit« – Kalksandstein überzeugt in allen Kategorien:
Mögliche Recyclingquote: 100 Prozent
Verbundbaustoff: nein
Schadstofffrei: ja
Sulfatbelastung: nein
Grundwassergefährdung: nein

.

 

Industriearchitektur: Neuer Praxisraum für das Geberit Informationszentrum in Lausanne

Industriearchitektur: Neuer Praxisraum für das Geberit Informationszentrum in Lausanne

Nach zwei Jahren erfolgreicher Schulungen in den neuen Praxisräumen im Informationszentrum von Geberit in Jona, erhält jetzt auch der Schulungsraum in Lausanne ein neues Gesicht. Sanitärprofis werden so in modernen und ansprechenden Räumen für die Installation der Geberit-Systeme geschult.

Umbau Wohn- und Geschäftsgebäude D17 in Ingolstadt von Bettina Kandler Architekten

Umbau Wohn- und Geschäftsgebäude D17 in Ingolstadt von Bettina Kandler Architekten

Das  Wohn- und Geschäftsgebäude D17 liegt städtebaulich in einer funktional wichtigen Lage am südlichen Eingangsbereich zur Altstadt von Ingolstadt und in unmittelbarer Nähe zur Donau. Archivierte Pläne gehen bei dem Wohn- und Geschäftshaus auf das Jahr 1878 zurück.

Frankfurter Buchmesse: Raum für Inspiration von schneider+schumacher

Frankfurter Buchmesse: Raum für Inspiration von schneider+schumacher

480 Quadratmeter Grundfläche, 6,5 Meter Höhe und eine selbsttragende Holzkonstruktion mit lichtdurchlässiger Membran – das ist der »Frankfurt Pavilion«, das neue Wahrzeichen der Frankfurter Buchmesse. Geplant und umgesetzt von schneider+schumacher, entsteht auf der 70. Frankfurter Buchmesse ein ikon...

Weitere Artikel:

Alarmanlage auf Basis der Geräuschanalyse

Alarmanlage auf Basis der Geräuschanalyse

Jeder dritte Deutsche hat Angst, Opfer eines Einbruchs zu werden, besagt eine Studie der GDV.1 Daher wundert es nicht, dass sich immer mehr Menschen für die verschiedenen Möglichkeiten der Sicherheitstechnik interessieren. Dirk Bienert, Sicherheitsexperte und Geschäftsführer der Blockalarm GmbH erkl...

Fassade mit Sandwichpaneele

Fassade mit Sandwichpaneele

Unkonventionell, homogen und auffällig – so präsentiert sich die Gebäudehülle eines neuen Wohnhauses im Stadtteil Ofenerdiek in Oldenburg. Realisiert wurde sie mit gedämmten Wand- und Dachelementen. Außen zieht das Wohnhaus mit einer einzigartigen Fassade die Blicke der Passanten auf sich. So wurde ...

Parkhaussysteme für urbane Zentren

Parkhaussysteme für urbane Zentren

Großstädte der USA gehören mit zu den verkehrsreichsten Städten der Welt. New York und Los Angeles liegen bei den Statistiken vorn: der Ärger über Parkgebühren, Staus oder Luftqualität gehört zum Alltag. Einer der großen Stressfaktoren in den urbanen Zentren ist der Parkplatzmangel, verschärft durch...

Weitere Artikel:
Anzeigen AZ-D1-D2-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.