Anzeige AZ-A2-728x90 R7
Start Magazin Wettbewerbe Allmann Sattler Wappner Architekten gewinnen Planungswettbewerb Paul-Ottmann-Zentrum

Allmann Sattler Wappner Architekten gewinnen Planungswettbewerb Paul-Ottmann-Zentrum

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1504/allmann-sattler-wappner-architekten.jpg
 

Das Paul-Ottmann Zentrum in München Aubing gilt als Einkaufszentrum als sozialer Dreh- und Angelpunkt des Stadtteils Aubing. Erbaut in den Siebzigerjahren ist der Bau von Grund auf sanierungsbedürftig und muss modernen Anforderungen angepasst werden, wie Brandschutzauflagen, Barrierefreiheiten und Energie-Vorgaben.

Im Rahmen der weiteren Entwicklung von Neuaubing und Westkreuz soll zudem die Attraktivität und Nachhaltigkeit des Stadtteils gezielt gestärkt werden. Aufgabe an die geladenen Architekturbüros war es, neben Gewerbeflächen auch Raum für Ärzte, eine Stadtsparkassenfiliale, die Stadtteilbibliothek aber auch Wohnungen und eine Kindertagesstätte zu konzipieren.

Die Bauherren SBI GmbH und Müller Beteiligung-Aubing GmbH & Co KG lobten hierfür gemeinsam mit der Stadt München einen Architekturwettbewerb aus. Aus 10 Beiträgen wählte die Jury unter Vorsitz von Prof. Ulrike Lauber den Beitrag des Münchner Büros Allmann Sattler Wappner Architekten zum Siegerentwurf.

Vom 27.4. bis 9.5.2015 sind die Wettbewerbsbeiträge öffentlich ausgestellt:
»Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse zum Paul-Ottmann Zentrum«
Ausstellungsort: Radolfszeller Straße 15, 2.OG,
Eingang rechts neben der Stadtbibliothek
Mo – Fr: 12.00 bis 18.00 Uhr

Wettbewerb 2015: 1. Preis
Standort: Am Westkreuz, München Aubing
Bauherr: SBI GmbH und Müller Beteiligung-Aubing GmbH & Co KG
Entwurf:
Allmann Sattler Wappner Architekten GmbH
mit Landschaftsarchitekt MAN MADE LAND Bohne Lundquist Melier GbR, Berlin
Carola Dietrich
Philipp Vogeley
Pavel Shcherbakov
Daniel Albrecht
Katarzyna Juszczyszyn
Visualisierung: vizoom berlin


Aus dem Erläuterungsbericht der Architekten, Allmann Sattler Wappner Architekten:

STÄDTEBAULICHES KONZEPT
Ausgangslage: Der Münchner Stadtraum ist geprägt durch die Aufstellung einzelner, durch einen Grünraum gebundener, Gebäude. Die Defizite dieser Form von Stadtplanung zeigen sich deutlich im bestehenden Paul-Ottmann Zentrum. Die Freiräume und Gebäude sind zumeist unspezifisch, die verschiedenen Höhenniveaus erschweren die Zugänglichkeit, das Verhältnis zwischen Haus und öffentlichem Raum bleibt ungeklärt. Das Wohnhochhaus (Ramses) dominiert den Ort visuell, seine erdgeschossigen Nutzungen sind jedoch privat und verhindern somit öffentlichen Stadtraum.

Ziel des Konzeptes der Architekten ist es daher einen eindeutigen Platz zu formulieren auf den sich alle öffentlichkeitswirksamen Nutzungen hin orientieren. Um den Zentrumsgedanken zu stärken wird der stereotypen Orthogonalität der umgebenden Bebauung durch die Setzung zweier polygonaler Baukörper entgegengearbeitet. Die Höhen werden normalisiert, Schwellen soweit wie möglich aufgelöst und Blickbeziehungen geöffnet. Als Ausgleich zum jetzigen Parkhaus wird eine zweigeschossige Tiefgarage unter dem nun auf Straßenniveau liegenden Platz angeordnet. Die Unterführung entfällt zugunsten eines Fußgängerüberweges, der die beiden Plätze verbindet.

ARCHITEKTONISCHES KONZEPT
Die beiden polygonalen Baukörper werden durch eine differenzierte Ausformung der Volumen in eine Äquivalenz signalisierende Balance gebracht. Den Dachaufsichten der Gebäude kommt in Anbetracht des benachbarten Hochhauses eine besondere Bedeutung zu. Die Dachfläche wird durch das Herunterfalten auf Erdgeschossniveau zum nutz-und erlebbaren Aussenraum. Durch diese Maßnahme öffnen sich die Höfe zudem zu einer Längsseite hin und verlieren dadurch ihren einschließenden Charakter. Um die Halböffentlichkeit dieser Flächen zu betonen, wird der Zugang bewusst von den, dem zentralen Platz abgewandten, Seiten, ermöglicht.

Damit möglichst wenige Treppenhäuser die wertvollen Erdgeschossflächen trennen und besetzen, werden die Wohnungen auf den Dächern der Ladenflächen durch Laubengänge erschlossen. Die Anordnung des Kindergartens im Obergeschoss erlaubt die Orientierung auf einen geschützten und gut besonnten Freiraum. Die obergeschossigen Gewerbeflächen lassen sich in mehrere Einheiten teilen und werden vom zentralen Platz erschlossen. Die Bibliothek wird ihrer öffentlichen Bedeutung gemäß an der prominentesten Stelle im zweiten Obergeschoss angeordnet.

Materialität: Durch die gewählte Materialität wird an dem Ort eine bisher nicht vorhandene Feinheit und strukturelle und haptische Qualität in der Beschaffenheit der Oberflächen eingeführt. Die vertikale Linierung gibt den Gebäuden eine Tiefe und Plastizität und verbunden mit Wahl der Materialien Fiberzement und Holz einen werthaltigen Ausdruck.

Eine Fassade aus Null und Eins am King Abdulaziz Center von Snøhetta

Eine Fassade aus Null und Eins am King Abdulaziz Center von Snøhetta

Für das außergewöhnliche Projekt King Abdulaziz Center for World Culture im Herzen der saudi-arabischen Ölfelder setzte der Glasfassadenspezialist seele den Entwurf des Architekturbüros Snøhetta in eine Fassade komplett aus Edelstahlrohren um. Nur durch die Verzahnung von modernsten Informationstech...

Schweizer Botschaft in Nairobi von ro.ma. Architekten

Schweizer Botschaft in Nairobi von ro.ma. Architekten

Die neue Schweizer Botschaft in der Hauptstadt Kenias bettet sich sanft in die Terrainlandschaft ein. Umfassungsmauer und Baukörper verschmelzen zu einem einheitlichen architektonischen Gebilde, das über hohe räumliche, funktionale und nachhaltige Qualitäten, über repräsentativ und zurückhaltend ges...

Hotel Domizil von DIA – Dittel Architekten

Hotel Domizil von DIA – Dittel Architekten

Das Tübinger Hotel Domizil wird von DIA – Dittel Architekten neu gestaltet und saniert. Im Fokus steht eine authentische, moderne Designsprache sowie die Neustrukturierung des Eingangs- und Restaurantbereichs.

Weitere Artikel:

Leuchte »Lander« von Renzo Piano

Leuchte »Lander« von Renzo Piano

Lander ist eine neue extrem elegante Pollerleuchte, die iGuzzini nach einer Idee von Renzo Piano speziell für die Beleuchtung der Parklandschaft des von dem Genueser Architekturbüro gebauten Stavros Niarchos Kulturzentrums entwickelt hat.

Platzgestaltung des Emanuel-Merck-Platzes in Darmstadt

Platzgestaltung des Emanuel-Merck-Platzes in Darmstadt

Der Platz vor dem Merck Innovationszentrum soll ein öffentliches Forum als zentrale Adresse des globalen Unternehmens sein. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, gestaltete Merck ihn entsprechend aufwändig – mit aus dem Boden herausragenden geschwungenen Pflanzinseln und einem strahlend hellen Belag...

Neue Aluminiumfassade

Neue Aluminiumfassade

In der ehemaligen DDR wurde Uran abgebaut, was mit einer erheblichen Belastung für die Natur einherging. Die Wismut GmbH hat die Aufgabe, diese Umweltverschmutzung zu sanieren. Um dem nachkommen zu können, war der Bau eines neuen Gebäudes erforderlich. Es wurde mit den Aluminiumverbundplatten des gr...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 R7

AZ Newsletter


Ihre E-Mail
 
   

Senden Sie mir die kostenlosen Nachrichten der AZ/Architekturzeitung per E-Mail zu. Meine Anmeldung erfolgt, nachdem ich die Datenschutzhinweise gelesen haben. Die Nachrichten können Werbung von Dritten enthalten. Mein Einverständnis zum Empfang der Nachrichten kann ich jederzeit widerrufen.

Fachwissen | Architekten + Planer

  • Tragwerke mit Nagelplattenbindern
    Tragwerke mit Nagelplattenbindern Nagelplattenbinder bilden das Gerüst des Dachtragwerks und bieten sich zur Verwirklichung selbst extrem komplexer Architekturen an. Sie sind als Bauteile…

Leuchte »Lander« von Renzo Piano

Leuchte »Lander« von Renzo Piano

Lander ist eine neue extrem elegante Pollerleuchte, die iGuzzini nach einer Idee von Renzo Piano speziell für die Beleuchtung der Parklandschaft des von dem Genueser Arch...

Platzgestaltung des Emanuel-Merck-Platzes in Darmstadt

Platzgestaltung des Emanuel-Merck-Platzes in Darmstadt

Der Platz vor dem Merck Innovationszentrum soll ein öffentliches Forum als zentrale Adresse des globalen Unternehmens sein. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, gestalte...

Neue Aluminiumfassade

Neue Aluminiumfassade

In der ehemaligen DDR wurde Uran abgebaut, was mit einer erheblichen Belastung für die Natur einherging. Die Wismut GmbH hat die Aufgabe, diese Umweltverschmutzung zu san...

Heimathafen

Heimathafen

Der Hafen in Offenbach entwickelt sich zu einem begehrten Stadtquartier. Auf der Hafeninsel bieten nun neun Punkthäuser optimale Sichtbezüge zum Wasser. Geräusche von auß...

Brandschutzwächter mit Sicherheitsring

Brandschutzwächter mit Sicherheitsring

Eine smarte Brandschutzmanschette, die im Brandfall groß heraus kommt und dem Feuer den Weg versperrt. Fest verbunden mit dem Verstärkungsblech für Stahltrapezprofildäche...

Verwaltungsgebäude der SüdWestStrom von Steimle Architekten

Verwaltungsgebäude der SüdWestStrom von Steimle Architekten

Mit dem Verwaltungsgebäude der SüdWestStrom wird das Ensemble der vorhandenen Technik- und Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Tübingen komplettiert. Der Entwurf des Büros ...

glasstec: Individualität in Architektur und Interieur

glasstec: Individualität in Architektur und Interieur

Zur glasstec 2018 in Düsseldorf stellt AGC Interpane viele neue und optimierte Produkte vor, die ganz im Zeichen der Individualität stehen: Sonnenschutzglas mit optimiert...

Maersk Tower von C.F. Møller Architects

Maersk Tower von C.F. Møller Architects

Der Maersk Tower von C.F. Møller Architects ist ein hochmodernes Forschungsgebäude, dessen innovative Architektur den optimierten Rahmen für erstklassige Gesundheitsforsc...

Restaurierung des alten Gerichtsgebäudes im Andreas Quartier, Düsseldorf

Restaurierung des alten Gerichtsgebäudes im Andreas Quartier, Düsseldorf

Von der ursprünglichen blauen Farbigkeit im Entree des alten Gerichtsgebäudes in Düsseldorf war nicht mehr viel zu sehen. Und auch sonst befanden sich das Gebäudeinnere u...

Innentür mit puristischem Design

Innentür mit puristischem Design

Die Nachfrage nach weißen Innentüren ist ungebrochen. Gleichzeitig steigt das Bedürfnis des Bauherrn nach einem individualisierten Produkt in seinem Zuhause. Die Innentür...

Weitere Artikel:

Anzeigen AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.